Da letzten Sonntag nicht nur Sonntag sondern auch Ostern war stand ein kleiner Osterausflug auf dem Plan. Diesmal in die Berge, als Kontrast zur Great Ocean Road am Wochenende zuvor - und los gings Richtung Osten durch das Yarra Valley, an dessen saftigen Hängen Wein und Schafe bestens gedeihen.
Erstes Ziel war der Mt Donna Buang, mit einer Höhe von 1,250 m seines Zeichen der höchste Berg im Yarra Ranges National Park. Auch wenn Donna Buang nach einer korpulenten Italienerin mit afrikanischen Wurzeln klingt - dieser Berg hat seinen Namen von den lokalen Wurundjeri-Aboriginies erhalten. Leider ist im Laufe der Jahrhunderte die wahre Bedeutung dieses Namens verloren gegangen, moderne Etymologen deuten ihn als "Berg der aussieht wie eine korpulente Italienerin mit afrikanischen Wurzeln". Ob diese Interpretation annähernd richtig ist konnte bis heute weder bestätigt noch dementiert werden.
Über eine unbefestigte einspurige Straße ging es unter hohen Bäumen und entlang steiler Hänge den Berg hinauf.
Nach gut 20 km auf der rutschigen Fahrbahn war der Gipfel mit seinem Aussichtsturm erreicht. Leider hat der Wetterbericht unrecht behalten und anstatt der prognostizierten Sonne wurden wir von Nebelschwaden empfangen.
Die Ausicht vom Turm war atemberaubend.
Da - wie bereits erwähnt - letzten Sonntag Ostersonntag war durfte der obligatorische Schokoosterhase nicht fehlen.
Wie gut zu erkennen ist unterscheidet sich der australische Schokoosterhase (lat. lepus socolata australis) in einigen Punkten signifikant von seinem mitteleuropäischem Namensvetter.
Nach erfolgreicher Schlachtung und Verzehr des Osterhasen ging es erstmal auf eine kleine Wanderung durch den Urwald, glücklicherweise unterhalb der Nebeldecke und ohne von wilden Bestien angefallen zu werden.
Bedingt durch die grandiosen Wetterverhältnisse auf dem Mt Donna Buang suchten wir uns einen Ersatzberg und wurden mit dem Mt Dandenong fündig. Dieser bessere Hügel erreicht nur die halbe Höhe des Mt Donna Buang und war somit unterhalb der sonntäglichen Wolkendecke. Der Mt Dandenong ist die erste bergartige Erhebung östlich von Melbourne und aus diesem und zahlreihen anderen Gründen als Naherhohlungsgebiet bei der Stadtbevölkerung äußerst beliebt. Ungefähr jedes zweite Haus dort ist entweder ein Kaffeehaus oder ein Restaurant, und davon jedes zehnte ein Fachwerkhaus, eines sogar mit einer überdimensionalen Kuckucksuhr über dem Eingang - Schwarzwaldkitsch mitten im Känguruland. Unbeeindruckt dessen machten wir uns auf den Weg zur einzigen Aussichtsplattform des ganzen Bergrückens und fanden uns plötzlich wie einst an der Great Ocean Road zwischen Milliarden Touristen aus Asien wieder, die ebenfalls die grandiose Aussicht sowohl genossen als auch tausendfach fotografisch festgehalten haben.
Nach einem enstpannten Nachmittag im Terrassenkaffehaus zeichnete sich der Smog der Großstadt für einen malerischen Sonnenuntergang verantwortlich.
...und wieder ging ein schöner Tag mit viel Sonne, etwas Nebel und ganz ohne von wilden Tieren bedroht zu werden zu Ende.
Australien - Land der wilden Bestien. Wombat, Känguruh und Koala tummeln sich unter der südlichen Sonne und trachten einem auf Schritt und Tritt nach dem Leben. Nur ein wildes Tier ist dem fünften Kontinent bisher fern geblieben - der Tapir! Deshalb: No Tapirs in Australia
28.04.2011
27.04.2011
Great Ocean Tour
Wenn es etwas gibt dass man in Victoria gesehen haben muss - sei es als Tourist, Eingeborener oder eben Austauschstudent - dann ist das die Great Ocean Road. Wobei die Road an sich nicht so sehenwert ist, die sieht aus wie jede andere Straße und besteht aus in Asphalt gefassten Schlaglöchern. Darum sollte man auch dem Beachtung schenken was sich hinter dem Straßenbankett befindet: malerische Dörfer, kilometerlange Strände, einsame Buchten, einsturzgefährdete Klippen und die wildesten Bestien die die australische Fauna zu bieten hat. So etwas darf man sich natürlich nicht entgehen lassen! Also zwei nette Mitfahrerinnen eingepackt, Fahrtroute abgesteckt und so ging es mit einem Kofferraum voller Decken, Proviant und Bier sowie zwei Leselampen auf die dreitägige Reise.
Nachdem wir uns am Queen Victoria Market mit Essen für die nächsten drei Tage eindeckt hatten ging es erstmal über einen der langweiligsten Freeways durch einen der langweiligsten Landstriche (siehe Kapitel "Avalon Airshow") vorbei an Geelong nach Aireys Inlet. Dieses kleine Dorf an der Küste ist weithin bekannt für seinen pittoreken Leuchtturm und den schlecht ausgeschilderten Parkplatz.
Nach stundenlangem Warten hat auch unsere kleine Reisegruppe den allseits beliebten Fotoplatz ergattert.
Auch abseits des Ozeans hat die Landschaft entland der Great Ocean Road einiges zu bieten und so hat uns die Reiseroute mitten in einen der südlichsten Regenwälder der Welt geführt. Dichtes Buschwerk und Farne so groß wie Bäume und Bäume so groß wie zwei Bäume kennzeichnen diesen Landstrich.
Etwas abseits vom malerisch gelegenen Parkplatz stürtzt sich der Erskine River über die Erskine Falls in die Tiefe des Regenwaldes.
Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald ging es über die Gay Street zurück zur Hauptstraße.
Beim nächsten Zwischenstop in Kennett River haben wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem bösartigstem und blutrünstigstem Vertreter der australischen Tierwelt gemacht: dem gemeinen Koala (lat. ursus somnus periculos)
Solange der gemeine Koala hoch im Eukalyptusbaum sitzt und benebelt von ätherischen Ölen dahinvegetiert stellt er keine unmittelbare Gefahr für Menschen dar. Versucht man ihn jedoch von seinem Baum zu lösen (Hammer und Meißel sind hierfür das geeignete Werkzeug) und auf Eukalypts-Entzug zu setzen, zeigt der gemeine Koala sein wahres Gesicht und Gewaltorgien mit viel Blut sind eher die Regel denn die Ausnahme. Es wird auch gemunkelt dass Koalas mittels ihres bösen Blickes töten können.
Mit dem Schrecken aus dieser unheimlichen Begegnung im Nacken und nicht ohne das Auto vorher auf versteckt angeheftete Koalas zu überprüfen setzten wir unsere Reise Richtung Süden entlang der malerischen Küste fort.
Als die Sonne sich langsam aber unaufhaltsam dem Horizont näherte war es an der Zeit das Nachtlager am Campingplatz bei Johanna Beach aufzuschlagen. Dieser gepflegte Campingplatz war mit allen nur erdenklichen Annehmlichkeiten ausgestattet (Plumpsklo ohne Klopapier) und als offizieller Nationalparkcampingplatz nebenbei auch gratis.
Noch bevor die wilden nachtaktiven Tiere nachtaktiv wurden waren die Betten gemacht und ein paar Büchsen australisches Bier haben einen guten Beitrag zur Nachtruhe geleistet.
Auch wenn der Schein trügt - der Schlafkomfort im Kofferraum ist besser als gedacht (Siehe Kapitel "Ästhetik in Blech"), auch wenn dieser gerne um 50 cm länger sein könnte.
Der Start in den nächsten Morgen war ein perfektes Busch-Frühstück: kalte Baked Beans frisch aus der Dose.
Bevor wir die nächste Tagesetappe in Angriff genommen haben stand erst noch ein kleiner Erkundungsspaziergang an den kilometerlangen und einsamen Strand direkt hinter dem Campingplatz an.
Nachdem wir uns sowohl am Strand als auch am Campingplatz sattgesehen hatten ging es auf direktem Wege zu der bekanntesten Stelle an der Great Ocean Road: den Twelve Apostels. Diese markanten Sandsteinfelsen dümpeln seit Jahrtausenden in der Brandung herum und erfreuen sich einer kontinuierlichen Beliebtheit bei Touristen aus aller Herren Ländern, vorzugsweise aus Asien. Während wir bei Johanna Beach noch unter Eingeborenen waren, fanden wir uns bei den Twelve Apostels unter Milliarden Japanern wieder.
Erosion und die Kraft des Ozeans haben gleichermaßen zur Entstehnung dieses einmaligen Landstrichs beigetragen. Woher der Name Twelve Apostels kommt ist nicht genau überliefert - fest steht zumindest dass es zu keinem Zeitpunkt zwölf Felsen waren. Auch wenn hin und wieder aufgrund von Erosion und Gravitation einer der Felsen in sich zusammenbricht, der Name bleibt - wohl weil es Unsummen an Geld verschlingen würde alle Post- und Landkarten neu zu drucken. Ungefährlich ist der Aufenthalt auf den Klippen nicht, wovon zahlreiche Warnschilder zeugen.
Abseits von den Massen an Bustouristen finden sich auch ein paar abgeschiedene Orte an der Steilküste.
Bei der Mittgspause in Port Campbell hab ich die Gelegenheit nicht ausgelassen und mich wagemutig in die eisigen Fluten gestürzt. Es war nass und kalt zugleich.
Die einzige halbe Stunde Bewölkung auf der ganzen Reise hatten wir am London Arch. Diese höchst interessante Felsformation trug einst den Namen London Bridge und war über einen zweiten Bogen mit dem Festland verbunden, welcher im Jahre 1990 spurlos in der Brandung verschwunden ist. Somit war das einzige Merkmal, das die Bridge vom Arch unterscheidet, nicht mehr vorhanden und dieser Felsen ist in London Arch umbenannt worden, was jedoch nicht sehr konsequent auf die Post- und Landkarten übertragen wurde.
Für diese dreßig Minuten Schlechtwetter wurden wir bei Peterborough mit einem atemberaubenen Sonnenuntergang entschädigt.
Nach einer kurzen Pause ging es an das letzte Etappenziel an diesem Tag: Warrnambool, eine für dortige Verhältnisse größere Stadt mit 30.000 Einwohnern, malerisch an einer Bucht gelegen. Dort konnten wir im Wochenendhaus der Eltern des Freundes eines Freundes (kompliziert, aber so hat es sich tatsächlich zugetragen) übernachten und wurden mit einer großen Herzlichkeit empfangen.
Auf diesem Wege nochmal vielen Dank an Clara für die Vermittlung und die McConnells für die einzigartige Gastfreundschaft! Und an Matt für die Tour entlang der Küste in Warrnambool.
Bevor wir die Rückreise nach Melborune angetreten haben stand noch ein kleiner Abstecher zum Tower Hill im Programm. Früher war es ein Vulkan, später ein eingestürzter Vulkan, heute ein Naturschutzgebiet mit einer abwechslungsreichen Fauna. So sind dort unter anderem die einzigen nicht flugfähigen Vögel Australiens, welche nach einem Schuh benannt sind (vgl. Emu Boots), anzutreffen: die Emus (lat. avis calceus commodus)
Mit dem Känguru (lat. saltus parricidalis) ist auch ein weiterer höchst aggressiver Vertreter der heimischen Tierwelt in den lichten Wäldern am Tower Hill beheimatet.
Selbst wenn das Känguru auf den Beobachter eher friedlich wirkt, hinter dem pelzigen Beutel schlummert eine wilde Bestie. Mit seinen Klauen fügt es seinen Opfern tiefe Fleischwunden zu und kann durch geschickten Einsatz seines Schwanzes Häuser zum Einsturz bringen. Viele Kängurus haben im Alter Probleme mit den Sprunggelenken, sind aber deswegen nicht weniger gefährlich.
Und da war er auch wieder - der gemeine Koala! Hoch im Geäst hängend schielten diese Raubtiere arglistig auf die unschuldigen Besucher herab um sich wenig später im Blutrausch auf diese zu stürzen.
Wir ergriffen fluchtartig die Flucht und nahmen die direkte Straße in Richtung Melbourne mit einem kurzen Zwischenstop in
nur um dort eine Postkare einzuwerfen und ein eindrucksvolles Beweisfoto zu schießen.
Als sich auf dem Weg nach Melbourne die Sonne dem Horizont näherte hieß es Abschied nehmen von der wunderbaren Tour entlang der Great Ocean Road, vorbei an malerischen Dörfern, kilometerlangen Stränden, einsamen Buchten, einsturzgefährdeten Klippen und den wildesten Bestien die die australische Fauna zu bieten hat.
Nachdem wir uns am Queen Victoria Market mit Essen für die nächsten drei Tage eindeckt hatten ging es erstmal über einen der langweiligsten Freeways durch einen der langweiligsten Landstriche (siehe Kapitel "Avalon Airshow") vorbei an Geelong nach Aireys Inlet. Dieses kleine Dorf an der Küste ist weithin bekannt für seinen pittoreken Leuchtturm und den schlecht ausgeschilderten Parkplatz.
Nach stundenlangem Warten hat auch unsere kleine Reisegruppe den allseits beliebten Fotoplatz ergattert.
Auch abseits des Ozeans hat die Landschaft entland der Great Ocean Road einiges zu bieten und so hat uns die Reiseroute mitten in einen der südlichsten Regenwälder der Welt geführt. Dichtes Buschwerk und Farne so groß wie Bäume und Bäume so groß wie zwei Bäume kennzeichnen diesen Landstrich.
Etwas abseits vom malerisch gelegenen Parkplatz stürtzt sich der Erskine River über die Erskine Falls in die Tiefe des Regenwaldes.
Nach einem kurzen Spaziergang durch den Wald ging es über die Gay Street zurück zur Hauptstraße.
Beim nächsten Zwischenstop in Kennett River haben wir zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem bösartigstem und blutrünstigstem Vertreter der australischen Tierwelt gemacht: dem gemeinen Koala (lat. ursus somnus periculos)
Solange der gemeine Koala hoch im Eukalyptusbaum sitzt und benebelt von ätherischen Ölen dahinvegetiert stellt er keine unmittelbare Gefahr für Menschen dar. Versucht man ihn jedoch von seinem Baum zu lösen (Hammer und Meißel sind hierfür das geeignete Werkzeug) und auf Eukalypts-Entzug zu setzen, zeigt der gemeine Koala sein wahres Gesicht und Gewaltorgien mit viel Blut sind eher die Regel denn die Ausnahme. Es wird auch gemunkelt dass Koalas mittels ihres bösen Blickes töten können.
Mit dem Schrecken aus dieser unheimlichen Begegnung im Nacken und nicht ohne das Auto vorher auf versteckt angeheftete Koalas zu überprüfen setzten wir unsere Reise Richtung Süden entlang der malerischen Küste fort.
Als die Sonne sich langsam aber unaufhaltsam dem Horizont näherte war es an der Zeit das Nachtlager am Campingplatz bei Johanna Beach aufzuschlagen. Dieser gepflegte Campingplatz war mit allen nur erdenklichen Annehmlichkeiten ausgestattet (Plumpsklo ohne Klopapier) und als offizieller Nationalparkcampingplatz nebenbei auch gratis.
Noch bevor die wilden nachtaktiven Tiere nachtaktiv wurden waren die Betten gemacht und ein paar Büchsen australisches Bier haben einen guten Beitrag zur Nachtruhe geleistet.
Auch wenn der Schein trügt - der Schlafkomfort im Kofferraum ist besser als gedacht (Siehe Kapitel "Ästhetik in Blech"), auch wenn dieser gerne um 50 cm länger sein könnte.
Der Start in den nächsten Morgen war ein perfektes Busch-Frühstück: kalte Baked Beans frisch aus der Dose.
Bevor wir die nächste Tagesetappe in Angriff genommen haben stand erst noch ein kleiner Erkundungsspaziergang an den kilometerlangen und einsamen Strand direkt hinter dem Campingplatz an.
Nachdem wir uns sowohl am Strand als auch am Campingplatz sattgesehen hatten ging es auf direktem Wege zu der bekanntesten Stelle an der Great Ocean Road: den Twelve Apostels. Diese markanten Sandsteinfelsen dümpeln seit Jahrtausenden in der Brandung herum und erfreuen sich einer kontinuierlichen Beliebtheit bei Touristen aus aller Herren Ländern, vorzugsweise aus Asien. Während wir bei Johanna Beach noch unter Eingeborenen waren, fanden wir uns bei den Twelve Apostels unter Milliarden Japanern wieder.
Erosion und die Kraft des Ozeans haben gleichermaßen zur Entstehnung dieses einmaligen Landstrichs beigetragen. Woher der Name Twelve Apostels kommt ist nicht genau überliefert - fest steht zumindest dass es zu keinem Zeitpunkt zwölf Felsen waren. Auch wenn hin und wieder aufgrund von Erosion und Gravitation einer der Felsen in sich zusammenbricht, der Name bleibt - wohl weil es Unsummen an Geld verschlingen würde alle Post- und Landkarten neu zu drucken. Ungefährlich ist der Aufenthalt auf den Klippen nicht, wovon zahlreiche Warnschilder zeugen.
Abseits von den Massen an Bustouristen finden sich auch ein paar abgeschiedene Orte an der Steilküste.
Bei der Mittgspause in Port Campbell hab ich die Gelegenheit nicht ausgelassen und mich wagemutig in die eisigen Fluten gestürzt. Es war nass und kalt zugleich.
Die einzige halbe Stunde Bewölkung auf der ganzen Reise hatten wir am London Arch. Diese höchst interessante Felsformation trug einst den Namen London Bridge und war über einen zweiten Bogen mit dem Festland verbunden, welcher im Jahre 1990 spurlos in der Brandung verschwunden ist. Somit war das einzige Merkmal, das die Bridge vom Arch unterscheidet, nicht mehr vorhanden und dieser Felsen ist in London Arch umbenannt worden, was jedoch nicht sehr konsequent auf die Post- und Landkarten übertragen wurde.
Für diese dreßig Minuten Schlechtwetter wurden wir bei Peterborough mit einem atemberaubenen Sonnenuntergang entschädigt.
Nach einer kurzen Pause ging es an das letzte Etappenziel an diesem Tag: Warrnambool, eine für dortige Verhältnisse größere Stadt mit 30.000 Einwohnern, malerisch an einer Bucht gelegen. Dort konnten wir im Wochenendhaus der Eltern des Freundes eines Freundes (kompliziert, aber so hat es sich tatsächlich zugetragen) übernachten und wurden mit einer großen Herzlichkeit empfangen.
Auf diesem Wege nochmal vielen Dank an Clara für die Vermittlung und die McConnells für die einzigartige Gastfreundschaft! Und an Matt für die Tour entlang der Küste in Warrnambool.
Bevor wir die Rückreise nach Melborune angetreten haben stand noch ein kleiner Abstecher zum Tower Hill im Programm. Früher war es ein Vulkan, später ein eingestürzter Vulkan, heute ein Naturschutzgebiet mit einer abwechslungsreichen Fauna. So sind dort unter anderem die einzigen nicht flugfähigen Vögel Australiens, welche nach einem Schuh benannt sind (vgl. Emu Boots), anzutreffen: die Emus (lat. avis calceus commodus)
Mit dem Känguru (lat. saltus parricidalis) ist auch ein weiterer höchst aggressiver Vertreter der heimischen Tierwelt in den lichten Wäldern am Tower Hill beheimatet.
Selbst wenn das Känguru auf den Beobachter eher friedlich wirkt, hinter dem pelzigen Beutel schlummert eine wilde Bestie. Mit seinen Klauen fügt es seinen Opfern tiefe Fleischwunden zu und kann durch geschickten Einsatz seines Schwanzes Häuser zum Einsturz bringen. Viele Kängurus haben im Alter Probleme mit den Sprunggelenken, sind aber deswegen nicht weniger gefährlich.
Und da war er auch wieder - der gemeine Koala! Hoch im Geäst hängend schielten diese Raubtiere arglistig auf die unschuldigen Besucher herab um sich wenig später im Blutrausch auf diese zu stürzen.
Wir ergriffen fluchtartig die Flucht und nahmen die direkte Straße in Richtung Melbourne mit einem kurzen Zwischenstop in
nur um dort eine Postkare einzuwerfen und ein eindrucksvolles Beweisfoto zu schießen.
Als sich auf dem Weg nach Melbourne die Sonne dem Horizont näherte hieß es Abschied nehmen von der wunderbaren Tour entlang der Great Ocean Road, vorbei an malerischen Dörfern, kilometerlangen Stränden, einsamen Buchten, einsturzgefährdeten Klippen und den wildesten Bestien die die australische Fauna zu bieten hat.
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